Rückblick auf die Tempelhof - Mariendorfer Stadtteiltage

Veröffentlicht am Donnerstag, 5. November 2015, 15:42 Uhr

Donnerstag, 15. Oktober 2015:

Schülerdiskussion im Askanischen Gymnasium

Zu Beginn der Stadtteiltage am frühen Donnerstagmorgen besuchte ich das Askanische Gymnasium in Tempelhof. Schüler des Politik Leistungskurses führten mit mir und Marijke Höppner, der schulpolitischen Sprecherin der SPD- Fraktion in der BVV Tempelhof- Schöneberg eine lebhafte und spannende Diskussion über die aktuelle Flüchtlingspolitik. In der Debatte ging es um Unterbringungsmöglichkeiten, verschiedene Integrationsansätze sowie die Würdigung des großen Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer. Ich freue mich darüber, wie aktiv junge Menschen das Tagesgeschehen verfolgen und sich in die politische Debatte einmischen.

Eröffnungsfeier der Jugendberufsagentur

Einen besonders schönen Anlass zum Feiern bot die Veranstaltung anlässlich der Eröffnung der Jugendberufsagentur in Tempelhof Schöneberg. Die Jugendberufsagentur ging am 15. Oktober 2015 in in vier Berliner Bezirken an den Start. Der Eröffnung ging eine monatelange, intensive Vorbereitungszeit und die enge Zusammenarbeit auf Seiten des Bundes und des Landes, der Arbeitsagentur und der Bezirke voraus, um die verschiedenen öffentlichen Stellen in einer zentralen Anlaufstelle zu bündeln. Die gemeinsame Zielsetzung ist die Verbesserung des Service und der Ausbau des Jobvermittlungsangebots für Jugendliche. Das Konzept der Jugendberufsagentur sieht vor, jungen Menschen einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf oder in eine Ausbildungsstelle zu ermöglichen. Ein wichtiger Schritt um die Arbeitslosigkeit im Land Berlin von im Oktober 2015 rund 14.419 jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren weiter abzusenken.

Das Zusammenspiel der mitwirkenden Akteure auf den verschiedenen Verwaltungsebenen und der politischen Ebene wurde bei der Eröffnung deutlich sichtbar. Anwesend waren u.a. die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, der Regierende Bürgermeister Michael Müller, die Geschäftsführerin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur für Arbeit Jutta Cordt, die Bildungssenatorin Sandra Scheeres, die Arbeitssenatorin Dilek Kolat und schließlich die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof- Schöneberg Angelika Schöttler.

Vor- Ort Termin zur Mietenpolitik mit Senator Andreas Geisel

Die Sicherstellung eines ausreichenden Angebots an bezahlbarem Wohnraum im Bezirk ist mir ein wichtiges Anliegen. Am Donnerstagabend lud ich daher interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel über die soziale Mietenpolitik in Berlin zu debattieren. Die Mietenpolitik des Senats und die jüngst mit dem Mietenbündnis erzielte Einigung sowie der daraus hervorgegangene Gesetzentwurf sind ein Schritt in die richtige Richtung. Es gilt, den Anstieg der Mieten zu begrenzen und massiv in Wohnungsneubau zu investieren. Für eine wachsende Stadt wie Berlin ist es besonders wichtig gegen die Verknappung des Wohnraums anzugehen und zu verhindern, dass einkommensschwächere Teile der Bevölkerung an den Stadtrand verdrängt werden. Die Teilnehmer begrüßten, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Senat und den landeseigenen Wohnungsbaugenossenschaften zur Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums, die flächendeckende Einführung der Mietpreisbremse in Berlin sowie die Bekämpfung illegaler Ferienwohnungen bereits zu ersten messbaren Erfolgen auf dem Wohnungsmarkt geführt haben.

Freitag, 16. Oktober 2015

Besuch eines Elektrobetriebs im Rahmen des ARRIVO- Projekts

Eine besonders erfolgreiche Initiative zur Integration von Flüchtlingen ist das von der Senatsverwaltung für Arbeit und Integration ins Leben gerufene ARRIVO- Projekt. Ziel des Projekts ist es, Flüchtlingen Praktika in einem Unternehmen zu vermitteln, woran sich langfristig eine Ausbildung oder Tätigkeit anschließen kann. Die Chancen hierfür erhöhen sich durch die fachspezifische Vorbereitung der Projektteilnehmer. Zu diesem Zweck arbeitet das Projekt eng mit seinen Berliner Partner-Unternehmen und den Innungen zusammen. Das Arrivo- Projekt bietet je nach Interesse für die Flüchtlinge verschiedene Workshops an, in denen diese auf ihre spätere Praktikumsstelle vorbereitet werden. Einer der Partnerbetriebe des ARRIVO- Projekts ist der Elektrobetrieb Krüger und Behrendt in Tempelhof, in dem bereits ein Praktikant beschäftigt war. Über die bisherigen Erfahrungen im Rahmen des Projekts informierte ich mich in einem Arbeitsgespräch mit dem Staatssekretär für Arbeit und Integration, Herrn Boris Velter, dem Projektleiter von Arrivo Herrn Anton Schünemann, den Betriebsinhabern Herrn Krüger und Herrn Behrendt sowie dem Praktikanten. Im Ergebnis zeigte sich, dass das Projekt sehr erfolgreich eine Brücke zwischen Betrieben, die zum Teil händeringend auf der Suche nach neuen Fachkräften waren und arbeitssuchenden Flüchtlingen bauen kann. Besonders vielversprechend ist das große Interesse vieler Berliner Unternehmen und die wachsende Zahl an Partnerbetrieben.

Führung über das Marienpark Gelände

Das stillgelegte Gaswerk Mariendorf auf dem Marienpark- Gelände ist ein gut erhaltenes Industrieareal. Die Architektur ist exemplarisch für einen Industriebau aus der Jahrhundertwende. Überragende Wahrzeichen des Areals sind das Gasometer und der Wasserturm. Bei der Führung über das Gelände konnten wir Besucher die ehemaligen Werks- und Sporthallen des vormals von der GASAG unterhaltenen Betriebs besichtigen. Der Eintritt in die Räumlichkeiten fühlte sich an wie eine kleine Zeitreise, denn es sieht so aus als ob die leer geräumten Hallen eben erst verlassen worden wären. Die Hallen ließen das frühere geschäftige Treiben der Werkstätigen erahnen. Die jetzige Eigentümerin die BMDF Gewerbepark Berlin-Mariendorf GmbH & Co. KG hat viele Pläne für das weitläufige Areal. Die gewerbliche Nutzung soll erweitert werden und auch einen Rahmen für kulturelle Zwecke bieten. Ab 2016 wird eine Craft Beer Brauerei aus Amerika mit ihrer Brauerei und einem Restaurant in einige der Räumlichkeiten einziehen. Die Vorbereitungen und Baumaßnahmen hierfür laufen auf Hochtouren. Das Potential des Marienparks ist groß und ich begrüße die Idee, das Gelände als Ausflugsziel im Süden Berlins einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zumachen.

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